| A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z |
| A |
Acolon: Kreuzung Bl. Lemberger (Blaufränkisch) x Dornfelder. Seit 2002 für den Anbau in Bayern zugelassen. Zu Wild, Rinderbraten mit kräftigen Soßen oder zu Schinken und Salami, kräftigem Käse. Gutes Reifungs- und Lagerungspotential. Alkohol: Durch die Umwandlung des Zuckers im Most entsteht während der Gärung Alkohol. Der Alkoholgehalt des Weins schwankt, je nach Zuckeranteil, zwischen 8,5 und 15 Volumenprozent. A. P. NR.: Amtliche Prüfungsnummer. Nur von der deutschen Prüfungsbehörde geprüfte Weine erhalten diese Nummer und dürfen als Qualitätsweine und Prädikatsweine in den Handel gebracht werden. Ausbau: Reifung des Weins in Holzfässern, Edelstahltanks oder anderen Behältnissen. Auslese: Späte Lese, bei der alle nicht einwandfreien Beeren ausgesondert werden. Diese deutsche Prädikatsstufe wird für meist süße oder edelsüße Weine mit 90 bis 100 Grad öchsle vergeben, aber auch für ebenso hochgradige, trockene Weine. |
| B |
Bacchus: Sohn Jupiters und der Selmele - der römische Gott des Weins. Nach seinem Namen wurde auch eine Rebsorte benannt, Kreuzung (Silvaner x Riesling) x Müller-Thurgau. Bacchus wird vorwiegend halbtrocken ausgebaut und zählt zu den beliebten, duftigen Trinkweinen für gesellige Abende. Zu Mehlspeisen und Desserts passt seine blumige Art ebenfalls sehr gut. Seine Lagerfähigkeit liegt im mittleren Zeitbereich, er sollte jedoch lieber jung getrunken werden. Barrique: Kleines Eichenholzfass mit 225 Liter Inhalt. Das Eichenholz stammt überwiegend aus Frankreich, aber auch aus Italien oder dem Hunsrück. Das Fass wurde ursprünglich für Bordeauxweine entwickelt, ist jedoch heute in aller Welt verbreitet. Bei dieser aufwendigen und teuren Methode wird der Jungwein in neue Fässer gefüllt und verbleibt dort für 12 Monate. Der Alkohol im Wein löst Duft, Farb- und Geschmacksstoffe, besonders jedoch die Gerbsäure (Tannin) aus dem frischen Holz. Diese Kombination bewirkt den unvergleichlichen Geschmack und den Eigencharakter der Barrique-Weine, die besonders lange haltbar sind. Beerenauslese (BA): Das Prädikat für die vierte Stufe von Qualitätsweinen mit Prädikat. Dieser hochwertige Wein wird aus edelfaulen Beeren gewonnen, die teilweise einzeln aus der Traube geschnitten werden. 110 bis 128 Grad öchsle Mindestmostgewicht. Die Beerenauslese steht über dem Kabinett, der Spätlese und der Auslese. Blauer Spätburgunder: Kreuzung evtl. aus Mutation der Müllerrebe entstanden. Sie passen zu kräftigen Braten, zu Wild oder Käse. Zunehmend Bedeutung gewinnen die fruchtigen Weißherbste, die sich zu Vorspeisen, Terrinen und hellen Braten eignen. Bemerkenswert sind die als Rotwein, Weißherbst oder Weißwein (blank) erzeugten Schaumweine. Konzentrierte Rotweine sind sehr gut lagerungsfähig. Bocksbeutel: Die Bocksbeutel-Flaschen stammen aus Franken und werden auch vorwiegend für Frankenwein verwendet. Der Bocksbeutel ist eine kugelförmige und bauchige Weinflasche. Die erste Flasche in dieser Form stammt aus der Zeit um 1400 v. Chr. und wurde in Franken gefunden. In die Bocksbeutelflaschen dürfen nur Qualitätsweine aus dem Anbaugebiet Franken und vereinzelt auch Weine aus Teilen des Anbaugebietes Baden abgefüllt werden. Bremser: Teilvergorener, milchig-trüber Most, der viel Restsüße, Kohlensäure und auch schon Alkohol besitzt. Er gelangt schon kurz nach der Lese in den Handel. |
| C |
Chardonnay: Weißer Burgunder. Aus dieser Traube werden Champagner, Chablis und alle großen weißen Burgunder erzeugt. Sehr bukettreich und rassig. Cuvée: Komposition von Weinen verschiedener Rebsorten oder Jahrgänge (Assemblage), um eine gleich bleibende Qualität über längere Zeiträume anbieten zu können. Alle Champagner sind Cuvées. |
| D |
Degustation: Weinverkostung, Weinprobe. Dekantieren: Umfüllen des Weins von der Flasche in eine Karaffe. Domina: Kreuzung Portugieser x Bl. Spätburgunder. Zu Wild, Rinderbraten und dunklen Soßen. Lagerfähige Sorte. Dornfelder: Kreuzung Helfensteiner x Heroldrebe. Zu Wild, Braten mit kräftigen Soßen oder zu Schinken und roter Wurst. Bei einfachen Qualitätsweinen ist eine längere Lagerung nicht von Vorteil. |
| E |
Eiswein: Weißwein, dessen Trauben bei starkem Frost gelesen und in gefrorenem Zustand gepresst worden sind. Im Weinberg müssen dabei mindestens minus 7°C herrschen. Beim Keltern fließt das gefrorene Wasser nicht ab, so dass Zucker und Säure im Eiswein hochkonzentriert sind. In Deutschland muss ein Eiswein mindestens die Qualität einer Beerenauslese haben. Ertragsbegrenzung: Verzicht auf Menge, um dafür die Qualität der Trauben zu erhöhen. Geschieht meist durch Beschnitt der Reben. Erzeugerabfüllung: Wein, der aus dem eigenen Weinberg stammt, selbst gekeltert und auch abgefüllt wurde. |
| F |
Federweißer: Teilvergorener, milchig-trüber Most, der viel Restsüße, Kohlensäure und auch schon Alkohol besitzt. Er gelangt schon kurz nach der Lese in den Handel. Fränkisch-trocken: In Franken übliche Bezeichnung für Weine mit nicht mehr als 4 Gramm Restzucker pro Liter. Franken: Hauptsächliche Rebsorten: Müller-Thurgau, Silvaner, Riesling. Frankenweine werden meist in den berühmten Bocksbeutelflaschen abgefüllt. Fruchtsäure: Gesamtheit der im Wein enthaltenen Säuren; hauptsächlich Wein- und Apfelsäure. Fruchtzucker: (Fructose, Lävulose) bildet zusammen mit dem Traubenzucker die Süße der Trauben. Die Weinhefe spaltet den Fruchtzucker in Alkohol und Kohlensäure. |
| G |
Gärung: Umwandlung des im Most enthaltenen Zuckers in Alkohol und Kohlendioxyd unter Einwirkung von Hefen (auch alkoholische Gärung genannt). Bei einem Alkoholgehalt von ungefähr 15% stoppt die Tätigkeit der Hefen. Gelbes Weinsiegel: Die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) verleiht dieses Gütesiegel an trockene Weine, deren Zuckergehalt 4 g pro Liter nicht übersteigt. Gewürztraminer: Weißwein-Traube in Baden und dem Elsass, intensiv und würzig. Grauer Burgunder oder Ruländer: Kreuzung/Mutation aus dem Blauen Spätburgunder oder der Müllerrebe (Pinot meunier). Grauburgunder Kabinett zu Vorspeisen, Fisch, Spargel, auch als Sommerwein. Volumige Spätlesen zu Braten und eventuell Wild sowie edelsüße als Aperitif oder zum Dessert. Bekömmlicher Trinkwein, da eine niedrigere Säure als beim Weißen Burgunder vorliegt Gläser: Das Weinglas sollte dünn und farblos sein, frei von allen Verwirrungen und einen Fuß haben. Es muß durchsichtig sein, damit man Farbe und Klarheit des Weines beurteilen kann Es sollte bauchig sein (Apfel- oder Eiform) und nach oben verengend damit sich die Duftstoffe, die sich oben sammeln, besser wahrnehmen lassen Das Weißweinglas sollte am Stil angefaßt werden, damit der Inhalt nicht durch Handwärme erwärmt wird. Das Rotweinglas kann am Stil, aber auch oben angefaßt werden, insbesondere, wenn die Zimmertemperatur noch nicht ganz erreicht worden ist. Auch das Sektglas sollte hoch und schmal sein, nach oben verengend, damit man das Aroma des Sektes wahrnehmen und das Aufsteigen der Perlen beobachten kann Die Gläser werden höchstens zu zwei Dritteln gefüllt. Eine Ausnahme bei den Gläsern ist das schwäbische Viertelesglas. Es hat keinen Stil sondern einen Henkel zum Anfassen. Es fasst 0,25 Liter (ein Viertele) und hat eine Faßform und ist fast ausschließlich im Württembergischen Raum verbreitet. Bestellt man dort ein Glas Wein, so wird dem Württemberger meist ein Viertelesglas serviert. Graufäule: Schimmelbefall der Traube, durch den die Beerenhaut und das Fruchtfleisch zerstört werden. Der Faulpilz tritt besonders nach Regenfällen im September oder Oktober auf. Grünes Weinsiegel: Wird von der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) an halbtrockene Weine verliehen, wenn deren Restzuckergehalt 18 g pro Liter nicht übersteigt. Güteklassen: Tafelwein: Tafelwein, Landwein. Qualitätswein: Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete. Qualitätswein mit Prädikat (Kabinett, Spätlese, Auslese, Beerenauslese, Trockenbeerenauslese, Eiswein). Nach dem Weingesetz geregelt |
| H |
Halbtrocken: Geschmacksangabe für Weine mit einem Gehalt an Restzucker zwischen 10 und 18 Gramm pro Liter Haltbarkeit: Sie richtet sich nach der Qualität eines Jahrganges, nach der Rebsorte, der Verarbeitungsweise und nach der Lagerung. Empfehlung: Einfache Weine bald trinken, Kabinettweine und Spätlesen können zwei bis fünf Jahre gelagert werden. Auslesen haben erst nach fünf bis zehn Jahren ihre volle Reife entwickelt. Hefe: Einzellige, pflanzliche Mikroorganismen, die auf den Beerenhäuten sitzen. Die Hefe geht bei der Traubenpressung in den Most über und bewirkt die Umwandlung des Zuckers in Alkohol (Gärung). Sind nicht genügend Hefen im Most vorhanden, muss die Gärung mit Reinzuchthefen in Gang gesetzt werden. Heroldrebe: Die Heroldrebe ist eine Rebsorte für Rotwein, die auch oft für Rosé-Wein verwendet wird. Der Rotwein hat eine angenehme Frucht und ist mild. Der Rosé-Wein glänzt durch feine Säure und seine rassige Frucht. Holzgeschmack: Geschmackskomponente eines Weins (Vanille-, Röstton), der im neuen Eichenholzfass Barrique ausgebaut wird. Wenn der Holzgeschmack dominiert, spricht man von überholzten Weinen. Huxelrebe: Rebsorte, die nach dem Winzer Huxel benannt wurde (Prädikatsweine mit Muskat-Bukett). Hybridrebe: Kreuzung von amerikanischen Reben mit europäischen Vitis-vinifera-Reben. |
| I |
| J |
Jungwein: Wein, dessen alkoholische Gärung noch nicht ganz abgeschlossen und der noch nicht von der Hefe getrennt ist. Junger Wein: Soeben abgefüllter, trinkfertiger Flaschenwein. |
| K |
Kabinett: Grundstufe der Qualitätsweine mit Prädikat. Für Kabinettweine dürfen nur voll ausgereifte Weintrauben verwendet werden. Mindestmostgewicht: zwischen 70° und 81° öchsle. Kerner: Kreuzung Trollinger x Riesling. Als leichte, spritzige Kabinettweine zu Süß- und Mehlspeisen gut geeignet. Als trockene Spätlese zu Terrinen oder würzigen Fleischspeisen oder edelsüß zu Desserts. Einfache Kernerweine sollten jung getrunken werden. Klären: Trennen des Weins von verunreinigten Stoffen, Trauben- und Heferückständen. Korken: Flaschenverschluss aus der Rinde der Korkeiche. Die Rinde wird ein halbes Jahr gelagert, dann gekocht, gebleicht und desinfiziert, bevor der eigentliche Korken herausgestanzt wird Die Haltbarkeit eines Korkens hängt von der Luftfeuchtigkeit des Lagerraums ab, mindestens jedoch 25 Jahre. Danach muss die Flasche neu verkorkt werden. Korkgeschmack: Muffiger, modriger Korkton, verursacht durch einen fauligen Korken. Ein irreparabler Schaden! Kreuzung: Durch Kreuzung von zwei alten Rebsorten entsteht eine neue Rebsorte. Beispiele hierfür sind: Kerner (Trollinger mit Riesling), Müller-Thurgau (Riesling mit Gutedel) und Rieslaner (Silvaner mit Riesling). |
| L |
Lagerung: Die Weinflaschen sollten in einem dunklen Keller mit gleichbleibender Temperatur gelagert werden. Flaschen mit Korken liegend, mit Schraubverschluss und Vinolok/Glasverschluss stehend. Wein wird nicht im Kühlschrank gelagert. Landwein: Begriff für einen einfachen Wein, der nach der deutschen Weingesetzgebung einen höheren Mindestalkoholgehalt aufweisen muss, als ein Tafelwein. Er unterliegt jedoch nicht den strengen Anforderungen wie für Qualitätsweine. Lesetechnik: Im Qualitätsweinbau gelten verschiedene Lesezeitpunkte und -formen: Vorlese (Auslese frühreifer oder verfaulter Trauben), Hauptlese (Einbringen vollreifer Trauben), gestaffelte Lese (in mehreren Durchgängen), selektive Lese (Auslese edelfauler Trauben oder Traubenteile), negative Auslese (Auslese fauler Trauben vor der Lese), positive Auslese (Auslese gesunder oder edelfauler Trauben). Likörwein: Dessertweine mit mindestens 15 Volumenprozent Alkohol (Port, Sherry, Marsala, Banyuls, Madeira). Limousineiche: Großporiges Eichenholz aus den Wäldern um die Stadt Limoges im französischen Zentralmassiv für Barriques. Lüften: 1-2 Stunden vor dem Einschenken sollten Rotweinflaschen entkorkt werden, damit der Wein sein volles Bukett entfaltet. |
| M |
Magnum: Weinflasche mit 1,5 Liter Inhalt. Maischegärung: Vergärung auf der Maische, dem unvergorenen roten Traubensaft mit Schalen und Kernen. Mariensteiner: Kreuzung zwischen Silvaner und Rieslaner (Pfirsichbukett). Merlot: Rotwein-Traube Mostgewicht: Maßeinheit für den Zuckergehalt der Trauben und damit für den potentiellen Alkohol des Weins. In Deutschland wird in öchsle gemessen. Müller-Thurgau: Kreuzung Riesling x Madeleine royal (früher als Kreuzung Riesling x Silvaner bezeichnet). Lagerzeiten von 2-3 Jahren sollten bei normalen Qualitätsweinen nicht überschritten werden, da sonst das feine Muskataroma verloren geht. Spätlesen und edelsüße Weine sind auch etwas länger lagerfähig. Einfache Trinkweine sind zur Brotzeit, aber auch als frische spritzige Sommerweine und zu leichten Speisen (Spargel) geeignet. Generell als abendlicher Trinkwein sehr beliebt. |
| N |
Naturwein: Nicht mit Zucker angereicherter Wein. Dieser Ausdruck war bis zur Einführung der Prädikatsweine durch das Deutsche Weingesetz zugelassen. Nordheim: Umgeben von den Wassern des Mains und von reicher Kulturlandschaft, ist Nordheim eine beschauliche Idylle für Genießer und Ruhesuchende. Geprägt durch seine Lage an der fränkischen Mainschleife, inmitten von Weinbergen und Spargelfeldern, präsentiert es sich seinen Besuchern mit unverwechselbarem Charme. Kelten, Markomannen, Burgunder und Alemannen hat der Ort in seiner wechselhaften Geschichte gesehen, bis dann - die Endung des Namens auf "heim" verrät es dem Kenner - sich um 500 n.Chr. die Franken hier niederließen. 918 n.Chr. wird Nordheim erstmals in einer Besitzurkunde der Münsterschwarzacher Mönche erwähnt, um dann 1600 n.Chr. ganz in den Besitz des nahe gelegenen Klosters Schwarzach überzugehen. In dieser Zeit entstand der "Zehnthof", Nordheims prächtigster Renaissance-Bau mit Schwunggiebeln, Erker und reichen Verzierungen. Seine Gewölbekeller werden noch heute als Weinkeller genutzt. Doch auch diejenigen, die dort ihren "Zehnten" abzuliefern hatten, wussten zu leben. Davon künden gut erhaltene Barockfassaden und Fachwerkgiebel einiger großer Winzerhöfe. |
| O |
öchsle: Maßeinheit für den Zuckergehalt des Traubensaftes, Mostgewicht. Optima: Ertragreiche Weißweinneuzüchtung als "Optimierung" des Müller-Thurgaus. Ortega: Ertragreiche Weißweinneuzüchtung. Organoleptische Prüfung: Qualitätsprüfung des Weines, bei der die Sinne (Aussehen, Geruch, Geschmack) genutzt werden. |
| P |
Perle: Kreuzung Gewürztraminer x Müller-Thurgau. Zu Mehlspeisen, leichten Gerichten und Salaten bzw. zu Knuspergebäck am Abend gut geeignet. Aufgrund der meist niedrigen Säure auch sehr gut magenverträglich. Perleweine sollten jung getrunken werden. Prädikatswein (QmP): Nach dem Deutschen Weingesetz: Kabinett, Spätlese, Auslese, Beerenauslese, Trockenbeerenauslese, Eiswein. Prädikatsweine dürfen grundsätzlich nicht angereichert, chaptalisiert, werden. |
| Q |
| R |
Reblaus: Etwa einen Millimeter kleines Insekt, welches im 19. Jahrhundert von Nordamerika nach Europa gelangte. Es setzt sich an den Wurzeln der Rebe fest und schädigt diese durch Saftentzug und Galle bildenden Speichel, den es beim Fressen absondert. Die Reblaus kann heute durch die resistenten Rebenzüchtungen meist keinen Schaden mehr anrichten. Regent: Kreuzung Silvaner x Müller-Thurgau) x Chambourcin (S. V. 12-417 x Chancellor). Zu Wild, Rinderbraten und dunklen Soßen sowie zu kräftigem Käse. Die Lagerfähigkeit der Rebsorte liegt im mittleren Zeitrahmen. Restzucker: Unvergorener Zuckerrest, der nach der Gärung im Wein überbleibt und dessen Süße bestimmt. Auch bei einem durchgegorenen Wein darf Restzucker zugesetzt werden (Champagner: Dossage). Rieslaner: Kreuzung Silvaner x Riesling, Spezialität aus Franken. Als süße Spitzengewächse aromatisch, feinfruchtig mit belebender Säure. Langlebig mit hohem Reifepotential, besonders als Aperitif geeignet. Riesling: Kreuzung. Nach Regner aus einer Kombination der Rebsorten-Gruppen Fränkisch x Heunisch entstanden. Rieslingweine sind lange haltbar. Je nach Jahrgang und Lage zu leichten Speisen bzw. Fisch passend. Trockene Spätlesen und ältere Weine auch zu kräftigeren Speisen. Edelsüß als Aperitif oder zu Desserts. Rieslingweine und -sekte sind säurebetont und für magenempfindliche Menschen problematisch. Hochgradige Beeren- und Trockenbeerenauslesen sind wegen ihrer langen Lagerfähigkeit als Jubiläumsweine sehr geschätzt. Rosé: Hellroter Wein. Er entsteht aus dunklen Trauben, die so schnell gepresst werden, dass nur wenige Farbstoffe in den Wein gelangen. Ruländer oder Grauer Burgunder: Kreuzung Mutation aus dem Blauen Spätburgunder oder der Müllerrebe (Pinot meunier). Grauburgunder Kabinett zu Vorspeisen, Fisch, Spargel, auch als Sommerwein. Volumige Spätlesen zu Braten und eventuell Wild sowie edelsüße als Aperitif oder zum Dessert. Bekömmlicher Trinkwein, da eine niedrigere Säure als beim Weißen Burgunder vorliegt. |
| S |
Schaumwein: Sammelbezeichnung für Weine in denen Kohlendioxyd gelöst ist (Sekt, Champagner, Cava, Spumante) Scheurebe: Kreuzung Silvaner x Riesling. Lange Lagerung möglich, besonders bei Spätlesen und Auslesen. Salziges Trockengebäck bringt die "Cassisnote" bei Spätlesen sehr gut zur Geltung. Trocken ausgebaut auch zu kräftigen Fleischspeisen, edelsüß, als Aperitif oder zum Dessert zu verwenden. Kabinettweine zeigen z.T. nach längerer Flaschenreife eine ansprechende Art. Schillerwein: Roséwein, der durch Mischen von Rot- und Weißweinen entsteht (in Württemberg beliebt). Schwefel: Die Zugabe von Schwefeldioxyd dient als Konservierungs- und Stabilisierungs-Mittel. Der Wein ist auf Jahre haltbar und klar. Schwarzriesling: Kreuzung. Ursorte der Burgunderfamilie. Als Schillerwein oder Weißherbst zu Terrinen, Vorspeisen. Reife Rotweine zu Braten und Wild oder würzigem Käse. Als Sommerwein auch für kleine Gerichte, Nudeln und Salate. Als Schaumwein zu leichten Speisen oder als Aperitif. Wegen der guten Säurestruktur besteht eine mittlere bis gute Lagerfähigkeit. Serviertemperatur: Tafel-, Qualitätsweine und Kabinett: weiß 8 - 10 °C, rot ca. 16 °C Spätlese und Auslese: weiß 12 °C, rot 18 °C Beerenauslese, QBA und Eiswein: ca. 13 °C Roséwein und Weißherbst: 8 - 10 °C Sekt: 9 - 11 °C Silvaner: Kreuzung aus Wildreben ausgelesen und über Jahrhunderte selektiv weitervermehrt. Nach Regner eine natürliche Kombination aus Traminer x österreichischen Weißsilvanerweinen. Zu Fisch und weißem Fleisch - unterstützen durch ihre neutrale Art den Geschmack der Speisen. Silvanerweine sind wegen der ausgeglichenen Säure bekömmlich und rund. Edelsüße Auslesen sind als Aperitif oder zum Nachtisch zu empfehlen. Die Lagerdauer ist mittel, bei volumenstarken oder edelsüßen Weinen auch längerfristig möglich. Sommelier: Weinkellner Sommerschnitt: Ausdünnen von Fruchtständen an der Rebe, um die Menge zu reduzieren und die Qualität zu steigern. Spätlese: Wein aus spät gelesenen, besonders reifen Trauben. Es gibt süße und trockene Spätlesen. Spritzig: Frischer, lebendiger Wein mit einem Rest von natürlicher Kohlensäure, der noch ein wenig moussiert (perlt). Süßreserve: Geschwefelter Traubenmost, der Weinen zugesetzt werden kann, um sie zu süßen. |
| T |
Traube: Frucht der Rebpflanze. Traubenmühle: Gerät zum Mahlen der Beeren zwischen zwei gegeneinander laufenden Gummirollen, um aus Trauben Maische herzustellen. Traubensaft: Most. Entsteht durch Mahlen bzw. Pressen der Trauben. Traubenwickler: Gefährlicher Schädling (Wurm), der die Rebpflanze befällt und diese zerstört. Wird mit Insektiziden bekämpft. Trester: Ausgepresste Schalen mit den Kernen. Wird als Brennstoff, organischer Dünger oder als Grundstoff für die Destillation von Tresterschnaps (Grappa) weiterverwendet. Trocken: Trockene deutsche Weine dürfen bis zu 9 Gramm Restzucker pro Liter enthalten. Die meisten europäischen trockenen Weine haben nicht mehr als 2 Gramm Zucker pro Liter. Trockenbeerenauslese (TBA): Prädikat für die höchste Stufe der Güteklasse "Qualitätswein mit Prädikat" (das Mindestmostgewicht beträgt in Deutschland 150° öchsle). Nur aus rosinenartig eingetrockneten Beeren gewonnen, die einzeln aus einer Traube herausgepickt werden. Der Alkoholgehalt ist sehr gering (mind. 5,5%). Berühmte TBA kommen aus Deutschland, Elsass und österreich (Neusiedlersee). |
| W |
WG Nordheim: Qualität, so wie wir sie verstehen, ist ein hohes Gut. Wirklich hohe Weinqualität ist für uns ein Wert, der das Leben bereichert. Die Trauben, die wir für Sie ernten und die Weine, die wir für Sie reifen lassen haben deshalb genau das zum Ziel: Lebensqualität schenken. Unsere Anstrengungen beginnen sehr früh: Bereits mit der Arbeit im Weinberg. Mit einer besonderen Rebstockpflege und einer deutlichen Begrenzung der Erntemenge. Mit einer strengen Selektion der gesunden und reifen Trauben. Zugunsten ausgezeichneter Qualität. Dann erst lässt sich die Vielseitigkeit entdecken, die an Wein so fasziniert. Die Erfahrung, immer wieder neue Nuancen zu sehen, zu riechen, zu schmecken. Wir wollen diese immer neuen Raffinessen nicht nur erschließen. Weinstein: Kristalline Ablagerungen der Weinsäure, die sich im Jungwein, vor allem aber im Laufe des Alterungsprozesses auf dem Flaschenboden von Weißweinen bilden können. Kein Weinfehler, beeinträchtigt auch nicht den Geschmack. Weißer Burgunder: Kreuzung/Mutation aus dem Burgunderfamilie. Spritzig wirkende Weißburgunder eignen sich gut als Sommerweine zu leichtem Essen bzw. Spargel. Wuchtige Weißburgunder eigenen sich besonders gut zu Fisch (Lachs, Karpfen) oder zu Nudelgerichten ebenso wie zu hellen Speisen oder Braten. Edelsüße Weine als Aperitif oder zum Dessert. Die markante Säure ermöglicht eine gute Lagerung. Weltweit ist ein steigendes Interesse an Burgunderweinen zu verzeichnen! |
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Zehnthof Nordheim Besonders sehenswert ist der "Zehnthof", Nordheims prächtigster Renaissancebau mit Schwunggiebeln, Erkern und reichen Verzierungen. Seine Gewölbekeller werden noch heute als Weinkeller genutzt. Doch auch diejenigen, die dort ihren "Zehnten" abzuliefern hatten, wussten zu leben. Davon künden gut erhaltene Barockfassaden und Fachwerkgiebel einiger großer Winzerhöfe. In rustikal eingerichteten Kreuzgewölberäumen genießen Sie hier fränkische Küche, exzellent zubereitet (Spezialitäten: Mai - Juni Spargel, Sept. -April Fisch -Waller, Forelle, Karpfen etc. im altfränk. Wurzelsud). Gesellige, fröhliche Weinproben ab 20 Personen. |
| DIVINO - Leben in Weinklang |
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Entdecken und erleben Sie die Vinothek Nordheim mit allen Sinnen! |
| WEIN OHNE WORTE |
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| Lesen Sie mehr über die "Liebes- beziehung" der drei außerge- wöhnlichen Weinbotschafter und über das Event "Wein ohne Worte". |
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